anbei sende ich Ihnen ein Programm
von Düsseldorf, wo ich zum ersten
Male Ihre Fantasia
Ob Frieda Kwast-Hodapp die Fantasia contrappuntistica oder die Fantasia in f-Moll meint, geht aus dem Briefwechsel nicht hervor;
in ihrem Brief an Busoni vom 19.08.1921 schreibt sie, dass sie in Düsseldorf beide Werke spielen wird.
und das neue
Programm öffentlich spielte.
Das von Frieda Kwast-Hodapp erwähnte Konzertprogramm ist nicht erhalten und nicht zu finden.
Es war vor aus- verkauftem Hause und ich glaube,
daß ich zufrieden sein darf. Ich
habe gut gespielt, großen Erfolg ge- habt und sehr gute Critiken.
anbei sende ich Ihnen ein Programm
von Düsseldorf, wo ich zum ersten
Male Ihre Fantasia
Ob Frieda Kwast-Hodapp die Fantasia contrappuntistica oder die Fantasia in f-Moll meint, geht aus dem Briefwechsel nicht hervor;
in ihrem Brief an Busoni vom 19.08.1921 schreibt sie, dass sie in Düsseldorf beide Werke spielen wird.
und das neue
Programm öffentlich spielte.
Das von Frieda Kwast-Hodapp erwähnte Konzertprogramm ist nicht erhalten und nicht zu finden.
Es war vor ausverkauftem Hause und ich glaube,
daß ich zufrieden sein darf. Ich
habe gut gespielt, großen Erfolg gehabt und sehr gute Kritiken.
Die Menschen waren von Ihrem
Werke tief ergriffen, mir selbst
steht es ja nah am Herzen und hat
mich getröstet. Ich hatte vor
einigen Wochen einen seelischen
Schwung, daß er mich beinahe zu
Boden gedrückt hat.Frieda Kwast-Hodapp bezeichnet sich in einem Brief an ihre Freundin Eva Rieppel als Menschen schweren Herzens. (Vgl. Kwast-Hodapp/Steinmetz 1966)
Nur mit der
größten Energie und Willenskraft
konnte ich meine Arbeit tun und
wenn auch nicht immer alles so
war, wie ich es wollte, und so herauskam, so habe ich mich doch wiedergefunden und Düsseldorf war
eine kleine Belohnung.
Nehmen Sie meinen Dank, teurer
Meister, für Ihr Werk, was mir so
unendlich lieb ist. Schon längst
wäre ich gekommen, aber ich war
innerlich nicht im Stande.
Ihre liebe Frau hat mich neulich im
schlechten Zustand gesehen, – in
dem Mahnen konnte ich aber
nicht sagen, was mir fehlte. –
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2Diplomatic transcription
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Werke tief ergriffen, mir selbst
steht es ja nah am Herzen und hat
es mich getröstet. Ich hatte vor
einigen Wochen einen seelischen
Schwung, daß er mich beinahe zu
Boden gedrückt hat.Frieda Kwast-Hodapp bezeichnet sich in einem Brief an ihre Freundin Eva Rieppel als Menschen schweren Herzens. (Vgl. Kwast-Hodapp/Steinmetz 1966)
Nur mit der
größten Energie und Willenskraft
konnte ich meine Arbeit thun und
wenn auch nicht immer alles so
war, wie ich es wollte und so heraus- kam, so habe ich mich doch wieder- gefunden und Düsseldorf war
eine kleine Belohnung.
Nehmen Sie meinen Dank, teurer
Meister für Ihr Werk was mir so
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Staatsbibliothek
Berlin
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B II, 26922/
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innerlich nicht im Stande.
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<lb/>hoffe, Ihnen bald wieder Gutes
<lb/>zu berichten
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Kwast-HodappMus. Nachl. F. Busoni B II, 2692-Beil.
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Deutschland | Berlin | Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz | Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv | Nachlass Ferruccio Busoni | Mus.Nachl. F. Busoni B II, 2692 |
Kwast-Hodapp berichtet Busoni von einem erfolgreichen Konzert in Düsseldorf, bei dem sie unter anderem seine Fantasia zum ersten Mal spielte; schildert eine seelische Krise der vergangenen Wochen und dankt Busoni für die Fantasia, die ihr Trost gespendet hat.
Incipit
“anbei sende ich Ihnen ein Programm von Düsseldorf, wo ich zum ersten Male”
Letter by Frieda Kwast-Hodapp to Ferruccio Busoni (Berlin, 19 October 1921), prepared by Jelena Wißmann, in: Briefwechsel Ferruccio Busoni – Frieda Kwast-Hodapp, edited by Christian Schaper and Ullrich Scheideler, Berlin: Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, April 2025: Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, https://busoni-nachlass.org/D0102214 (May 14, 2025: unfinished)
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<title xml:lang="de">Brief von Frieda Kwast-Hodapp an Ferruccio Busoni (Berlin, 19. Oktober 1921)</title>
<title xml:lang="en">Letter by Frieda Kwast-Hodapp to Ferruccio Busoni (Berlin, 19 October 1921)</title>
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<publisher>Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin</publisher>
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<title type="main">Ferruccio Busoni – Briefe und Schriften</title>
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<handNote xml:id="archive" scope="minor" medium="pencil" scribe="archivist">Hand des Archivars, der mit Bleistift die Signaturen eingetragen, eine Foliierung vorgenommen und das Briefdatum ergänzt hat</handNote>
<handNote xml:id="archive_red" scope="minor" medium="red_pen" scribe="archivist">Hand des Archivars, der die Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Rotstift vorgenommen hat</handNote>
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<p>Worttrennungen an Zeilenumbrüchen im Original mit einfachen Bindestrichen.</p>
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<p>Alle im Text vorkommenden Interpunktionszeichen wurden beibehalten und werden in der diplomatischen Umschrift wiedergegeben. Bei Auszeichnung durch XML-Elemente wurden umgebende Satzzeichen nicht mit einbezogen.</p>
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<p>Anführungszeichen wurden i. d. R. nicht beibehalten; die Art der Zeichen wurde im Attribut <att>rend</att> der entsprechenden Elemente codiert.</p>
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<p>Die Übertragung folgt den Editionsrichtlinien des Projekts. <ptr target="http://www.busoni-nachlass.org/E1000003"/>
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