Jella Oppenheimer an Ferruccio Busoni arrow_backarrow_forward

Wien · 22. Januar 1905

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Mus.ep. J. Oppenheimer 3 (Busoni-Nachl. B II)
Mus.Nachl. F. Busoni B II, 3434
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den 22.1.1905

Geehrter, lieber Freund

Aus der Zeitung’s Nachricht Annonciert in der Neuen Freien Presse vom 22.1.1905 (Morgenblatt), S. 20. schöpfe
ich die Freude eines baldigen
Wiedersehen nach endlos langer
Zeit! Hoffentlich sind Sie nichtOppenheimer

den 22.1.1905

Geehrter, lieber Freund

Aus der Zeitungsnachricht Annonciert in der Neuen Freien Presse vom 22.1.1905 (Morgenblatt), S. 20. schöpfe ich die Freude eines baldigen Wiedersehens nach endlos langer Zeit! Hoffentlich sind Sie nicht nur im Flug hier, und wir behalten Sie eine Zeit ebenso wie Ihre liebe Frau, die ich wärmstens grüße! Bitte schreiben Sie oder Frau Gerta umgehend einige Zeilen, welche Zeit Sie in Wien sein werden und an welchem Abend zwischen 9. und 16. Februar ich die leider so seltene und lang entbehrte Freude haben dürfte, Sie beide bei mir zu haben. Zu keiner feierlichen, öden Soiree, sondern zu einigen gemütlichen Stunden mit gemeinsamen Freunden. Ich stelle die Bitte schon jetzt und wäre dankbar für zwei Daten zu engerer Wahl, weil ich allerlei jetzt bestimmen, einteilen muss, um sicher hier zu sein, und vor allem, um Ihrer Zusage sicher zu sein und mich im Voraus darauf zu freuen! Alles andere, lieber Freund, bleibt auf mündlich, wie freue ich mich, Sie zu sprechen, zu sehen und am 8. zu hören!

In alter Freundschaft

Jella Oppenheimer

                                                                
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nur im Flug hier und wir
behalten Sie eine Zeit ebenso wie
Ihre liebe Frau, die ich wärmstens
grüße! Bitte schreiben Sie oder
Frau Gerta umgehend einige
Zeilen, welche Zeit Sie in Wien De[utsche]
Staatsbibliothek
Berlin

                                                                
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[2] sein werden und an welchem
Abend zwischen 9 und 156 Februar
ich die leider so seltene und lang
entbehrte Freude haben dürfte, Sie
Beide bei mir zu haben. Zu
keiner feierlichen, oeden Soirée Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin

                                                                
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sondern zu einigen gemüthlichen
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Freunden. Ich stelle die Bitte
schon jetzt und wäre dankbar für
zwei Daten zu engerer Wahl, weil
ich allerlei jetzt bestimmen, eintheilen
muß um sicher hier zu sein und
vor allem um Ihrer Zusage

                                                                
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B II, 3434
[3] sicher zu sein und mich im
Voraus darauf zu freuen!
Alles andere, lieber Freund,
bleibt auf mündlich, wie freue ich
mich Sie zu sprechen, zu sehen und
am 8ten zu hören!

In alter Freundschaft

Jella Oppenheimer

                                                                
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[Seite 2 des 2. Bogens]
Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin
                                                                
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[Seite 3 des 2. Bogens]
                                                                
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[Seite 4 des 2. Bogens, vacat]
                                                                
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Dokument

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Überlieferung
Deutschland | Berlin | Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz | Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv | Nachlass Ferruccio Busoni | Mus.Nachl. F. Busoni B II, 3434 | olim: Mus.ep. J. Oppenheimer 3 |

Nachweis Kalliope

Zustand
Der Brief ist gut erhalten.
Umfang
2 Bogen, 5 beschriebene Seiten
Hände/Stempel
  • Hand des Absenders Jella Oppenheimer, Brieftext in schwarzer Tinte, in deutscher Kurrentschrift
  • Hand des Archivars, der mit Bleistift die Signaturen eingetragen und eine Foliierung vorgenommen
  • Hand des Archivars, der die Zuordnung innerhalb des Busoni-Nachlasses mit Rotstift vorgenommen hat
  • Bibliotheksstempel (rote Tinte)
  • Hand Gerda Busonis, die mit Bleistift den Absendernamen eingetragen hat
Bildquelle
Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz: 12345678

Zusammenfassung
Oppenheimer freut sich über Busonis bevorstehenden Aufenthalt in Wien; bittet um Terminangaben für eine Soiree-Einladung.
Incipit
aus der Zeitungsnachricht schöpfe ich

Inhaltlich Verantwortliche
Christian Schaper Ullrich Scheideler
bearbeitet von
Stand
26. August 2025: zur Freigabe vorgeschlagen (Auszeichnungen überprüft, korrekturgelesen)
Stellung in diesem Briefwechsel
Vorausgehend Folgend
Benachbart in der Gesamtedition