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Mus.ep. J. Oppenheimer 12 (Busoni-Nachl. B II)Mus.Nachl. F. Busoni B II, 3443
[1]
Turczinsky sehe ich oft, er ist ein prächtiger
Mensch, der immer weiter fortschreitet, mit
gro
ssen Ernst arbeitet.
I Kärntnerstra
sse 51
Wien, den 7.3.1911
Liebster Freund
Für Ihren lezten Brief
Nicht im Busoni-Nachlass überliefert.
danke ich Ihnen
ganz besonders und aus vollster Seele.
Der Inhalt
[…]
2 char: overwritten.
lässt mich an die vielen
Meilen vergessen, die uns trennen
und versetzen mich so unmittelbar in
Ihre Nähe, dass ich während des Lesens
dachte Ihre Stimme zu hören.
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<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="split">
<note type="shelfmark" place="top" resp="#archive">
<subst><del xml:id="del_sig" rend="strikethrough">Mus.ep. J. Oppenheimer 12 (Busoni-Nachl. B II)</del><add xml:id="add_sig" place="margin-left" rend="rotate(-90)">Mus.Nachl. F. Busoni B II, 3443</add></subst>
</note>
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<p><persName key="E0300522">Turczinsky</persName> sehe ich oft, er ist ein prächtiger
<lb/>Mensch, der immer weiter fortschreitet, mit
<lb/>gro
<choice><orig>ss</orig><reg>ß</reg></choice>en Ernst arbeitet.</p>
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<opener>
<dateline rend="right align(left)">
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<addrLine><placeName key="E0500927">I Kärntnerstra
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</addrLine>
</address>
<placeName key="E0500002">Wien</placeName>, den <date when-iso="1911-03-07">7.3.1911</date>
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Liebster <rs key="E0300017">Freund</rs><reg>,</reg>
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<p>
<choice><orig>F</orig><reg>f</reg></choice>ür Ihren le<reg>t</reg>zten Brief
<note type="commentary" resp="#E0301016">
Nicht im Busoni-Nachlass überliefert.
</note> danke ich Ihnen
<lb/>ganz besonders und aus vollster Seele.
<lb/>Der Inhalt
<subst><del rend="overwritten"><gap extent="2" unit="char" reason="overwritten"/></del><add place="across">lä</add></subst>sst mich an die vielen
<lb/>Meilen vergessen, die uns trennen
<lb/>und versetzen mich so unmittelbar in
<lb/>Ihre Nähe, dass ich während des Lesens
<lb/>dachte Ihre Stimme zu hören.
</p>
</div></div>
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2Facsimile
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2Diplomatic transcription
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Leider war die Illusion b
[…]
at most 3 char: overwritten.
ald zerstört
.
und nun da ich so vieles sagen möchte,
fühle ich,
[…]
2 char: overwritten.
dass ich es schriftlich nicht
kann! Ich verstehe Sie ganz, teile
was Sie
[…]
1 char: overwritten.
bedrückt und möchte nichts
sehnlicher als, dass Sie Freiheit und Ruhe
hätten für Ihr Schaffen. Ich empfinde
den Zwang, dem Sie unterliegen oftmals
so stechend und peinvoll wie einen
physischen Schmerz.
Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin
|
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<p>
Leider war die Illusion b
<subst><del rend="overwritten"><gap atMost="3" unit="char" reason="overwritten"/></del><add place="across">ald</add></subst> zerstört
<choice><orig>.</orig><reg>,</reg></choice>
<lb/>und nun<reg>,</reg> da ich so vieles sagen möchte,
<lb/>fühle ich,
<subst><del rend="overwritten"><gap extent="2" unit="char" reason="overwritten"/></del><add place="across">da</add></subst>ss ich es schriftlich nicht
<lb/>kann! Ich verstehe Sie ganz, teile
<lb/>was Sie
<subst><del rend="overwritten"><gap extent="1" unit="char" reason="overwritten"/></del><add place="across">b</add></subst>edrückt und möchte nichts
<lb/>sehnlicher als, dass Sie Freiheit und Ruhe
<lb/>hätten für Ihr Schaffen. Ich empfinde
<lb/>den Zwang, dem Sie unterliegen<reg>,</reg> oftmals
<lb/>so stechend und peinvoll wie einen
<lb/>physischen Schmerz.
</p>
<note type="stamp" place="bottom-right" resp="#dsb_st_red">
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<lb/>Staatsbibliothek
<lb/>
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</note>
</div></div>
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3Diplomatic transcription
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[2]
Wir müssen baldmöglichst mündlich
[…]
5 char: overwritten.
alles durchsprechen und ich ho möchte
so unendlich gerne hoffen können,
dass nicht abermals M
[…]
5 char: overwritten.
onate dazwischen
liegen und ich Sie nach Ihrer Rückkehr
sehen kann.
Am 8. April 1911 reiste Busoni an Bord des Passagierdampfers S.S. Amerika aus New York ab und erreichte am 16. April Cherbourg, Frankreich. Ebenfalls am Bord war der schwererkrankte Gustav Mahler (https://mahlerfoundation.org/mahler/locations/atlantic/1911-eastbound-s-s-amerika/).
Ein Wiedertreffen mit Jella Oppenheimer fand wahrscheinlich Ende Juli statt, als sich sowohl Oppenheimer als auch Busoni in Bad Gastein aufhielten (Brief am 29. Juli 1911, Bad Gastein).
Viele Wege stehen offen,
wie Sie selbst sagen, aber welchen
betreten?! Ich habe so manchen im
Geiste eingeschlagen, aber immer
wieder bin ich auf einen Punkt gekom̅en,
|
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="split"><div type="split" xml:id="letter_body">
<note type="foliation" place="top-right" resp="#archive">[2]</note>
<p type="pre-split">
Wir müssen baldmöglichst mündlich
<lb/>
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<lb/>so unendlich gerne hoffen können,
<lb/>dass nicht abermals M
<subst><del rend="overwritten"><gap extent="5" unit="char" reason="overwritten"/></del><add place="across">onate</add></subst> dazwischen
<lb/>liegen und ich Sie nach Ihrer Rückkehr
<lb/>sehen kann.
<note type="commentary" resp="#E0301016">
Am <date when-iso="1911-04-08">8. April 1911</date> reiste <persName key="E0300017">Busoni</persName> an Bord des Passagierdampfers S.S. Amerika aus <placeName key="E0500031">New York</placeName> ab und erreichte am <date when-iso="1911-04-16">16. April</date> <placeName key="E0500599">Cherbourg, Frankreich</placeName>. Ebenfalls am Bord war der schwererkrankte Gustav Mahler (<bibl>https://mahlerfoundation.org/mahler/locations/atlantic/1911-eastbound-s-s-amerika/</bibl>).
<lb/>Ein Wiedertreffen mit <persName key="E0300819">Jella Oppenheimer</persName> fand wahrscheinlich <date when-iso="1911-07-20/1911-07-31">Ende Juli</date> statt, als sich sowohl <persName key="E0300819">Oppenheimer</persName> als auch <persName key="E0300017">Busoni</persName> in <placeName key="E0500907">Bad Gastein</placeName> aufhielten (<bibl>Brief am <date when-iso="1911-07-29"> 29. Juli 1911</date>, <placeName key="E0500907">Bad Gastein</placeName></bibl>).
</note> Viele Wege stehen offen,
<lb/>wie Sie selbst sagen, aber welchen
<lb/>betreten?! Ich habe so manchen im
<lb/>Geiste eingeschlagen, aber immer
<lb/>wieder bin ich auf einen Punkt gekom̅en,
</p></div></div>
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4Facsimile
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4Diplomatic transcription
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bei dem ich gefürchtet, dass er für
Sie hinderlich, störend wird. Und doch
muss ein Weg gefunden werden, dessen
Endziel Befreiung für Sie ist.
Innigen Dank für die Programme
etc;
unter And. „Berceuse“ Wie glücklich wäre
ich sie zu hören, wie schön und inhaltsreich
sind die Worte, die den Grundgedanken
wiedergeben.
Es handelt sich hier wahrscheinlich um die Konzertprogramme zu Busonis Tournee in den Vereinigten Staaten. Im Busoni-Nachlass befinden sich unter der Signatur Mus.Nachl. F. Busoni E,1911,1/19 folgende Programme: 1911,1: New York 9.1.1911; 1911,2: Chicago 13. u. 14.1.1911 / 22.1.1911; 1911,3: St. Louis 20. u. 21.1.1911; 1911,4: Minneapolis 27.1.1911; 1911,5: Philadelphia 3. u. 4.2.1911; 1911,6: Boston/USA 17. u. 18.2.1911; 1911,7A: New York 21. u. 24.2.1911; 1911,7B: New York 21. u. 24.2.1911 (https://www.kalliope-verbund.info/de/ead?ead.id=DE-611-HS-4534182).
Ihr Zusammentreffen mit Mahler
|
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="split"><div xml:id="letter_body" type="split"><p type="split">
bei dem ich gefürchtet, dass er für
<lb/>Sie hinderlich, störend wird. Und doch
<lb/><hi rend="underline">muss</hi> ein Weg gefunden werden, dessen
<lb/>Endziel Befreiung für Sie ist.
</p>
<p>
Innigen Dank für die Programme
<lb/>etc<reg>.</reg>;
<choice><orig>unter And.</orig><reg>u. a.</reg></choice> <title key="E0400015" rend="dq-du">Berceuse</title><reg>.</reg> Wie glücklich wäre
<lb/>ich sie zu hören, wie schön und inhaltsreich
<lb/>sind die Worte, die den Grundgedanken
<lb/>wiedergeben.
<note type="commentary" resp="#E0301016">
Es handelt sich hier wahrscheinlich um die Konzertprogramme zu <persName key="E0300017">Busonis</persName> Tournee in den <placeName key="E0500093">Vereinigten Staaten</placeName>. Im Busoni-Nachlass befinden sich unter der Signatur Mus.Nachl. F. Busoni E,1911,1/19 folgende Programme: 1911,1: New York 9.1.1911; 1911,2: Chicago 13. u. 14.1.1911 / 22.1.1911; 1911,3: St. Louis 20. u. 21.1.1911; 1911,4: Minneapolis 27.1.1911; 1911,5: Philadelphia 3. u. 4.2.1911; 1911,6: Boston/USA 17. u. 18.2.1911; 1911,7A: New York 21. u. 24.2.1911; 1911,7B: New York 21. u. 24.2.1911 (<bibl>https://www.kalliope-verbund.info/de/ead?ead.id=DE-611-HS-4534182</bibl>).
</note>
</p>
<p type="pre-split">
Ihr Zusammentreffen mit <persName key="E0300047">Mahler</persName>
</p></div></div>
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5Facsimile
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5Diplomatic transcription
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5XML
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B II, 3443 [3]
freut mich für Sie beide, trotzdem ich
Letzteren persönlich nicht kenne.
Gustav Mahler dirigierte am 21. Februar 1911 in New York sein letztes Konzert, bei dem auch Busoni zu Gast war. Dabei wurde Busonis „Berceuse élégiaque op. 42“ zur Uraufführung gebracht. Nach dem Konzert erkrankte Mahler und starb im Alter von 50 Jahren am 18. Mai in Wien. (https://mahlerfoundation.org/mahler/locations/america/new-york-city/1911-concert-new-york-21-02-1911/).
Zum Glück schreiben wir „März“
und
[…]
at most 2 char: overwritten.
Ihre Heimkehr kann nicht
mehr fern sein.
Vorige Woche war Herr Andrea aus Berlin
mein Gast, leider konnte seine Frau
ihn nicht begleiten. Er war mir
willkommen, weil ich erfahren, dass
beide zu Ihren Freunden zählen und Sie
Deutsche
Staatsbibliothek
Berlin
|
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="split"><div xml:id="letter_body" type="split"><p type="split">
<note type="shelfmark" place="top-left" resp="#archive">B II, 3443</note>
<note type="foliation" place="top-right" resp="#archive">[3]</note>
freut mich für Sie beide, trotzdem ich
<lb/>Letzteren persönlich nicht kenne.
<note type="commentary" resp="#E0301016">
<persName key="E0300047">Gustav Mahler</persName> dirigierte am <date when-iso="1911-02-21">21. Februar 1911</date> in <placeName key="E0500031">New York</placeName> sein letztes Konzert, bei dem auch <persName key="E0300017">Busoni</persName> zu Gast war. Dabei wurde <persName key="E0300017">Busonis</persName> <title key="E0400015" rend="dq-du">Berceuse élégiaque op. 42</title> zur Uraufführung gebracht. Nach dem Konzert erkrankte <persName key="E0300047">Mahler</persName> und starb im Alter von 50 Jahren am <date when-iso="1911-05-18">18. Mai</date> in <placeName key="E0500002">Wien</placeName>. (<bibl>https://mahlerfoundation.org/mahler/locations/america/new-york-city/1911-concert-new-york-21-02-1911/</bibl>).
</note>
<lb/>Zum Glück schreiben wir <mentioned rend="dq-du"><date when-iso="1911-03-01/1911-03-31">März</date></mentioned>
<lb/>und
<subst><del rend="overwritten"><gap atMost="2" unit="char" reason="overwritten"/></del><add place="across">Ih</add></subst>re Heimkehr kann nicht
<lb/>mehr fern sein.
</p>
<p type="pre-split">
<date when-iso="1911-02-27/1911-03-5">Vorige Woche</date> war <persName key="E0301023">Herr Andrea<reg>e</reg></persName> aus <placeName key="E0500029">Berlin</placeName>
<lb/>mein Gast, leider konnte seine <rs key="E0300817">Frau</rs>
<lb/>ihn nicht begleiten. Er war mir
<lb/>willkommen, weil ich erfahren, dass
<lb/>beide zu Ihren Freunden zählen und Sie
<note type="stamp" place="bottom-center" resp="#dsb_st_red">
<stamp rend="round border align(center) small">Deutsche
<lb/>Staatsbibliothek
<lb/>
<placeName key="E0500029">
<hi rend="spaced-out">Berlin</hi>
</placeName>
</stamp>
</note>
</p></div></div>
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6Facsimile
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6Diplomatic transcription
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6XML
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bewundern.
Sonntag den 12. März
Ich wurde unterbrochen, liebster Freund,
und kann erst heute fortsetzen.
Ich habe Sie auch inzwischen oft im
Geist umgeben und habe mir
manches ausgedacht, das Ihnen relativ
wenig Zwang auferlegt und vielleicht
allmähli
g volle Freiheit giebt; ein „aber“
giebt es aber überall. Nur mündlich
lässt sich gründlich über alles reden.
Ich habe mich entschlossen
Ende dieser
Woche
nach Rom zu fahren und
|
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="split"><div xml:id="letter_body" type="split"><p type="split">
bewundern.
</p>
</div>
<div type="pre-split" xml:id="letter_body2">
<opener>
<dateline rend="right align(left)">
<date when-iso="1911-03-12">Sonntag<reg>,</reg> den 12. März</date>
</dateline>
</opener>
<p>
Ich wurde unterbrochen, liebster Freund,
<lb/>und kann erst <date when-iso="1911-03-12">heute</date> fortsetzen.
</p>
<p type="pre-split">
Ich habe Sie auch inzwischen oft im
<lb/>Geist umgeben und habe mir
<lb/>manches ausgedacht, das Ihnen relativ
<lb/>wenig Zwang auferlegt und vielleicht
<lb/>allmähli
<choice><orig>g</orig><reg>ch</reg></choice> volle Freiheit gi<orig>e</orig>bt; ein <mentioned rend="dq-du">aber</mentioned>
<lb/>gi<orig>e</orig>bt es aber überall. Nur mündlich
<lb/>lässt sich gründlich über alles reden.
<lb/>Ich habe mich entschlossen
<date when-iso="1911-03-12">Ende dieser
<lb/>Woche
</date> nach Rom zu fahren und
</p></div></div>
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7Facsimile
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7Diplomatic transcription
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7XML
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|
B II, 3443 [4]
freue mich darauf. Ich brauche
Erholung
|
[…]
3 char: overwritten.
seelisch
|; ich sehne mich
nach einem Blick
in's Weite, da mich
hier so vieles einengt und schmerzhaft
bedrückt. Circa 8 April hoffe ich zurück
zu sein und hoffe dann mit
frischer Kraft an die oft schweren
Aufgaben zu gehen, die das Leben mir
stellt. Ich wüsste so gerne wann Sie
zurückkehren, wie Ihr[e] Pläne sind,
wann Sie zu Hause sein werden[.]
Busoni kehrte frühstens am 17. April 1911 nach Berlin zurück, da der Passagierdampfer S.S. Amerika am 16. April Cherbourg (Frankreich) erreichte (https://mahlerfoundation.org/mahler/locations/atlantic/1911-eastbound-s-s-amerika/).
Ich möchte durchaus auch
[…]
2 words: overwritten.
dann an
den Musikfesten
|
anl. der Liszt Feier
|
Hiermit wird der 100. Geburtstag von Franz Liszt am 22. Oktober 1911 gemeint, zu welchem Anlass in verschiedenen Städten Musikfeste stattfanden, u.a. in Berlin, Budapest, Heidelberg.
|
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="split"><div type="split" xml:id="letter_body2"><p type="split">
<note type="shelfmark" place="top-left" resp="#archive">B II, 3443</note>
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freue mich darauf. Ich brauche
<lb/>Erholung
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<subst><del rend="overwritten"><gap extent="3" unit="char" reason="overwritten"/></del><add place="across">see</add></subst>lisch
<choice><orig>|</orig><reg>)</reg></choice>; ich sehne mich
<lb/>nach einem Blick
<choice><orig>in's</orig><reg>ins</reg></choice> Weite, da mich
<lb/>hier so vieles einengt und schmerzhaft
<lb/>bedrückt. Circa <date when-iso="1911-04-08">8<reg>.</reg> April</date> hoffe ich zurück
<lb/>zu sein<reg>,</reg> und hoffe dann mit
<lb/>frischer Kraft an die oft schweren
<lb/>Aufgaben zu gehen, die das Leben mir
<lb/>stellt. Ich wüsste so gerne<reg>,</reg> wann Sie
<lb/>zurückkehren, wie Ihr<supplied reason="omitted">e</supplied> Pläne sind,
<lb/>wann Sie zu Hause sein werden<supplied reason="omitted">.</supplied>
<note type="commentary" resp="#E0301016">
<persName key="E0300017">Busoni</persName> kehrte frühstens am <date when-iso="1911-04-17">17. April 1911</date> nach <placeName key="E0500029">Berlin</placeName> zurück, da der Passagierdampfer S.S. Amerika am <date when-iso="1911-04-16">16. April</date> <placeName key="E0500599">Cherbourg (Frankreich)</placeName> erreichte (<bibl>https://mahlerfoundation.org/mahler/locations/atlantic/1911-eastbound-s-s-amerika/</bibl>).
</note>
<lb/>Ich möchte durchaus auch
<subst><del rend="overwritten"><gap extent="2" unit="word" reason="overwritten"/></del><add place="across">dann an</add></subst>
<lb/>den Musikfesten
<choice><orig>|</orig><reg>(</reg></choice>
<choice><abbr>anl.</abbr><expan>anlässlich</expan></choice> der <persName key="E0300013">Liszt</persName> Feier
<choice><orig>|</orig><reg>)</reg></choice>
<note type="commentary" resp="#E0301016">
Hiermit wird der 100. Geburtstag von <persName key="E0300013">Franz Liszt</persName> am <date when-iso="1911-10-22">22. Oktober 1911</date> gemeint, zu welchem Anlass in verschiedenen Städten Musikfeste stattfanden, u.a. in Berlin, Budapest, Heidelberg.
</note>
</p></div></div>
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8Facsimile
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8Diplomatic transcription
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8XML
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|
teilnehmen. Von der Aufführung
der „Turandot“ wusste ich schon durch
Hofmannsthal,
|
Reinhart
|, freue mich
damit!
Oppenheimer bezieht sich hier auf die szenische Uraufführung von Max Reinhardts Inszenierung von Carlo Gozzis Turandot am 27. Oktober 1911 in Berlin.
Ihre liebe Frau vermute ich daheim,
oder wenigstens unterwegs, vielleicht
kann ich etwas darüber erfahren.
Innig Lebewohl für heute, ich
breche nicht ab, wenn dieses Blatt
auch schlie
sst.
In treuer Freundschaft
|
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="split"><div type="split" xml:id="letter_body2"><p type="split">
teilnehmen. Von der Aufführung
<lb/>der <title key="E0400033" rend="dq-du">Turandot</title> wusste ich schon durch
<lb/><persName key="E0300048">Hofmannsthal</persName>,
<choice><orig>|</orig><reg>(</reg></choice>
<persName key="E0300043">Reinhar<reg>d</reg>t</persName>
<choice><orig>|</orig><reg>)</reg></choice>, freue mich
<lb/>damit!
<note type="commentary" resp="#E0301016">
Oppenheimer bezieht sich hier auf die <rs key="E0400033">szenische Uraufführung</rs> von <persName key="E0300043">Max Reinhardts</persName> Inszenierung von <persName key="E0300431">Carlo Gozzis</persName> <title key="E0400781">Turandot</title> am <date when-iso="1911-10-27">27. Oktober 1911</date> in <placeName key="E0500029">Berlin</placeName>.
</note>
</p>
<p>
Ihre liebe <rs key="E0300059">Frau</rs> vermute ich daheim,
<lb/>oder wenigstens unterwegs, vielleicht
<lb/>kann ich etwas darüber erfahren.
</p>
<p>
Innig Lebewohl für <date when-iso="1911-03-12">heute</date>, ich
<lb/>breche nicht ab, wenn dieses Blatt
<lb/>auch schlie
<choice><orig>ss</orig><reg>ß</reg></choice>t.
<seg type="salute">
In treuer Freundschaft
</seg>
</p>
<closer>
<signed rend="align(right)">
Ihre <persName key="E0300819">Jella Oppenheimer</persName>
</signed>
</closer>
</div>
</div>
|
|
9Facsimile
|
9Diplomatic transcription
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9XML
|
|
| R |
Wien
15
№ 134
|
P. B. 1/1 |
1/1 Wien 15
13
[3]
8·[9 V]
11
f
|
<note xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="label" place="top-left" rend="square border align(center) space-above rotate(-45)" resp="#label">
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<row>
<cell rend="bold scale(1.3,1.7)">R</cell>
<cell rend="tiny">
<placeName key="E0500002" rend="majuscule bold spaced-out">Wien</placeName>
<lb/>15
<lb/><seg rend="bold spaced-out">№ 134</seg>
</cell>
<cell rend="small rotate(90)">P. B. 1/1</cell>
</row>
</table>
</note>
<note xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="stamp" place="top-center" resp="#post">
<stamp rend="round border majuscule rotate(135)">
1/1 <placeName key="E0500002">Wien</placeName> 15
<lb/><date when-iso="1911-03-13">13

<lb/><supplied reason="low-ink">3</supplied>

<lb/>8·<supplied reason="low-ink">9 V</supplied>

<lb/>11</date>
<lb/><hi rend="minuscule">f</hi>
</stamp>
</note>
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<addrLine rend="underline"><supplied reason="paper-missing">A</supplied><placeName key="E0500942">merika</placeName></addrLine>
<addrLine><persName key="E0300017">Monsieur Ferruccio Busoni</persName></addrLine>
<addrLine>c/o <persName key="E0300902">M. H. Hanson</persName></addrLine>
<note type="annotation" resp="#post2" place="right">20</note>
<addrLine><placeName key="E0500977">437. Fifth Avenue</placeName></addrLine>
<note type="stamp" place="inline" resp="#post3">26680</note>
<addrLine>
<note type="stamp" place="center" resp="#dsb_st_red">
<stamp rend="round border align(center) small">Deutsche
<lb/>Staatsbibliothek
<lb/><placeName key="E0500029"><hi rend="spaced-out">Berlin</hi></placeName>
</stamp>
</note>
<placeName key="E0500031">
<hi rend="underline">New </hi><hi rend="underline"> York</hi></placeName>
</addrLine>
</address>
|
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10Facsimile
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10Diplomatic transcription
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10XML
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|
Nachlaß Busoni
B II
Mus.ep. J. Oppenheimer 12
Mus.Nachl. F. Busoni B II, 3443-Beil.
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