Projektbeschreibung

Stand: 10. Februar 2021 (freigegeben)

1. 1 Über diese Edition

Der italienische Komponist, Pianist und Musikschriftsteller Ferruccio Busoni (1866–1924) lebte seit 1894 in Berlin; seine Wohnung am Viktoria-Luise-Platz gab er auch während des kriegsbedingten Exils in Zürich (1915–1920) nicht auf. Sein Nachlass, der in der Staatsbibliothek zu Berlin · Preußischer Kulturbesitz aufbewahrt wird, umfasst insgesamt mehr als 8.000 Briefe, daneben u. a. Noten- und Text-Manuskripte, Konzertprogramme, Kritiken, biograpisches Material, Bilder und Porträts.

Aus dem Korpus von Busonis Schriften und Korrespondenzen erscheint hier in digitaler Edition zunächst:

Als nächstes werden erscheinen:

1. 2 Wissenschaftliche Bearbeitung

Die Textkorpora werden seitenweise in verschiedenen Ansichten zugänglich gemacht, die frei zu einer Synopse kombiniert werden können:

  • im Faksimile (sofern vorhanden);
  • in diplomatischer Umschrift (zeichen- und zeilengenau, inkl. Dokumentation von Überarbeitungen)
  • in einer Lesefassung, die Orthographie, Interpunktion und Layout regularisiert.

Ein umfangreicher Kommentar begleitet die Textdarstellung. Im kritischen Apparat sind zusätzliche Informationen zuschaltbar:

  • der erläuternde Stellenkommentar;
  • die Quellenbeschreibung;
  • eine Übersicht zu erwähnten Personen, Werken, Orten und Institutionen;
  • Hinweise zu unsicheren Lesarten;
  • Abweichungen von bisherigen Editionen.

Die Codierung der Quellen erfolgt auf der Grundlage des Standards TEI P5 der Text Encoding Initiative. Details sind den Editionsrichtlinien zu entnehmen. Zu jedem Dokument ist der vollständige XML-Code abrufbar.

Die Erfassung der Texte begann 2015/16 unter der Leitung von Christian Schaper und Ullrich Scheideler im Rahmen eines Seminars am Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin und wird seitdem kontinuierlich in Folgeseminaren fortgesetzt:

  • Der Nachlass Ferruccio Busonis in der Staatsbibliothek zu Berlin: digitale Textedition ausgewählter Quellen mit TEI (Wintersemester 2015/16)
  • Edition in der Musikwissenschaft. Methoden, Medien, Perspektiven (Wintersemester 2016/17)
  • Busonis Ästhetik digital: Edition von Briefen, Konvoluten und annotierten Drucken mit TEI (Wintersemester 2018/19)
  • Ferruccio Busoni revisited: Digitale Edition als work in progress (Wintersemester 2019/20)
  • Schönberg, Jarnach, WeillFerruccio Busoni im Netzwerk der musikalischen Moderne (Sommersemester 2021)

Bisher sind fünf BA-Abschlussarbeiten im Rahmen der Edition entstanden:

1. 3 Technische Realisierung und Mitarbeit

Als Vorbild und Ausgangspunkt von Codierung und Präsentation diente ursprünglich das Projekt Briefe und Texte aus dem intellektuellen Berlin (Nachwuchsgruppe Berliner Intellektuelle 1800–1830, Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin).

Ermöglicht wurde das Projekt durch Förderungen im Rahmen des Programms Digitale Medien in Forschung, Lehre und Studium der Medienkommission des Akademischen Senats der Humboldt-Universität zu Berlin (2015–2017, 2017–2018). Während des zweiten Förderzeitraums wurde das Projekt inhaltlich und technisch weiterentwickelt. Die im Zuge dessen entstandene WebApp läuft in der nativen XML-Datenbank eXist-db und ist in XQuery und XSL geschrieben. Sie basiert weitgehend auf der für die Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe von Peter Stadler entwickelten WeGA-WebApp.

Auch nach Ablauf des Förderzeitraums läuft die Entwicklung weiter, insbesondere im Rahmen von Lehrveranstaltungen zur digitalen Edition sowie von Abschlussarbeiten. Externe Mitarbeit sowohl an der Applikation als auch an den Datensätzen ist grundsätzlich willkommen. Für weitere Details und Ansicht der XML-Daten besuchen Sie bitte die Projektseite im hochschulinternen GitLab (Anmeldung erforderlich). Informationen und Zugriff auf den Programmquellcode sind auf Nachfrage möglich. Auch mit Ihren Fehlermeldungen, Fragen oder Anregungen können Sie sich gerne an unsere Kontaktadresse wenden.

Dokument

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